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Am 5. Oktober ab 18h werden wir einen öffentlichen Informations-Abend veranstalten. Ort: Dorotheergasse 16, 1010 Wien (Gemeindesaal der reformierten Stadtkirche).
Geplant sind aktuelle Projektberichte mit Videos&Fotos, Reiseberichte, Pläne für die Zukunft etc., ein „Sané-Flohmarkt“ sowie Speisen und Getränke in gemütlicher Atmosphäre.
Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen!

Was ist Hilfe?

Aug
2012
17

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Zum Thema ‚was ist Hilfe?‘ hier ein kurzer Absatz aus einer Veröffentlichung des Instituts für Soziologie und Empirische Sozialforschung an der WU Wien. Der Report beschäftigt sich zwar mit der Flüchtlingsaufnahme in Kleingemeinden in Österreich, aber die folgenden Sätze scheinen mir eine gewisse Allgemeingültigkeit im ‚Hilfsbusiness‘ zu haben:

„Generell zeigt sich, daß Hilfe selten auf die Überwindung der Hilfsbedürftigkeit ausgerichtet ist. Meist wird die Asymmetrie zwischen Helfenden und Hilfsempfängern noch verfestigt, wird Hilfeleistung zu einem Degradierungsritual, das Abhängigkeiten perpetuiert. Die Beziehungen zwischen Helfenden und Hilfsempfängern sind so strukturiert, daß mit Hilfeleistungen (implizite) Reziprozitätsnormen verbunden sind, d.h. die Gebenden erwarten von den Nehmenden bestimmte ‚Gegenleistungen’ (demonstrierte Dankbarkeit, Anpassung, Arbeitsamkeit). Gibt es Verschiebungen in der Asymmetrie, reagieren die Helfer mit Abwehr, weil die Asymmetrie für die Helfenden bestimmte soziale Funktionen erfüllt (soziale Anerkennung, Ehre, Statusgewinn).“

Mir gefällt insbesondere der Gedanke darin, echte Hilfe sei auf die Überwindung der Hilfsbedürftigkeit auszurichten! Das sollte vermutlich immer im Blick behalten werden!

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Ablo hat aktuelle Fotos vom Bau des Collège geschickt. Kaum zu glauben wie schnell jetzt alles gegangen ist. Das Fundament scheint schon fast fertig zu sein und selbst einige Mauern sind schon zu sehen.

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Tambi hat uns einen recht detaillierten Kostenvoranschlag und Zeichnungen für das geplante Collège, die weiterführende Schule für die Schulstufen 7 bis 10, geschickt (hier zum downloaden klicken). 4 schlüsselfertige Klassen um ca. 37.000€ – allerdings noch ohne Lehrerhäuser, Latrinen, Brunnen, Küche etc.
Letzten Sonntag hat übrigens der Tischler Franz Grandits in Ö1 über sein Engagement in Burkina Faso (www.hilfedirekt.at) berichtet und dabei einige sehr brauchbare Tipps für die Umsetzung so eines Projektes gegeben. Unter anderem: auf jeden Fall noch den Preis nachverhandeln und immer erst nach Abschluss einer klar definierten Bauphase bezahlen. Das werden wir tun!

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Der neue Newsletter ist fertig und heute an alle Unterstützer, ehemalige Reisende und Freunde des Projekts, deren Adressen Sascha gesammelt hatte, per Post versendet worden. Er kann hier heruntergeladen, angesehen und auch gerne weitergeleitet werden!

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Heute ist eine interessante Besprechung eines neuen Buches auf Spiegel online zu finden. Daron Acemoglu / James Robinson: Why Nations Fail. The Origins of Power, Prosperity, and Poverty.
Zwei Zitate aus dem Artikel:

Warum sind die Menschen in Afrika so arm? Eine Frage, wie sie Kinder ihren Eltern stellen. Und zugleich eines der größten Rätsel der Menschheit. Für kaum etwas kennen Politikwissenschaftler und Volkswirte so wenige unstrittige Gründe wie für die ebenso hartnäckige wie extreme Ungleichheit zwischen den Staaten dieser Erde.

und dann, weiter unten:

Wobei es um die Faktoren, die den Wohlstand eines Landes dauerhaft mehren, in der Fachwelt relativ wenig Streit gibt. Entscheidend sind funktionierende gesellschaftliche Institutionen: unabhängige und faire Gerichte. Eine Verwaltung, die nicht allzu korrupt ist. Eine Regierung, die sich den Interessen des Volkes stärker verpflichtet fühlt als dem eigenen Wohlergehen. Schulen, in denen Kinder tatsächlich etwas lernen und nicht bloß verwahrt werden. Solche funktionierenden Institutionen schaffen eine gesellschaftliche Atmosphäre, in der Menschen einen Anreiz besitzen zu sparen und zu investieren, sich zu bilden und Innovationen hervorzubringen. Aus dieser Akkumulation von Kapital und Wissen entsteht dauerhaftes Wirtschaftswachstum.

Hier gehts zum vollständigen Artikel auf Spiegel online.

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Eine der wesentlichsten Einnahmequellen der Menschen in Sané ist der Gartenbau. Etwa 150 Gärtner haben kleine Gärten kultiviert, in denen vor allem Tomaten, Kohl, Zwiebeln und anderes Gemüse angebaut werden. Die Ernte wird am lokalen Markt in Sané oder in der Hauptstadt Ouagadougou verkauft.
Als echtes Pilotprojekt beginnen wir nächste Woche mit der Vergabe von zinslosen Kleinstdarlehen an die Gärtner Sanés. Mit den Darlehen soll der Kauf von Saatgut unterstützt und gefördert werden.
Da dank der vielen Sonne grundsätzlich zwei Ernten pro Jahr möglich sind werden die Darlehen 2-mal pro Jahr für jeweils nur 6 Monate vergeben. Sie sind also mehr oder weniger unmittelbar nach der Ernte zurückzuzahlen. Die Gesamtsumme für den Start des Projekts beträgt 700.000 CFA (das sind ungefähr 1070€), wobei pro Darlehen maximal 30.000 CFA vergeben werden. Jeder Kreditnehmer braucht drei Bürgen, die ebenfalls aus Sané kommen müssen. So soll eine gewisse „soziale Kontrolle“ gewährleistet sein.
Es wird sich erst zeigen wie hoch die Kreditausfallraten sind und ob die Organisation und Abwicklung der Kreditvergabe, die wir vollständig in die Eigenverantwortung der Einwohner Sanés übergeben haben, funktioniert.
Ich bin sehr gespannt und hoffe das Beste!

ps. Vielen Dank an Jonathan Zimmer fürs Übersetzen des Kreditvertrags! (CONTRAT_DE_CREDIT_ Jardiniers_Sane_fr)

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Nun ist es also soweit: der Verein „Projekt Abraham“ ist offiziell gegründet und bekommt hiermit auch ein Fenster zur großen weiten Online-Welt. Einstweilen ist noch vieles hier eine Baustelle. Ich möchte diese Seiten jedoch in nächster Zeit sukzessive mit Inhalten füllen. Falls Sie die gewünschten Informationen also jetzt noch nicht finden können: einfach bald mal wieder vorbei schauen, es wird sich laufend etwas ändern und Neues hinzukommen!